Johanniskrautöl: Herstellung, Anwendung und Lichtempfindlichkeit

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Johanniskrautöl entsteht nicht durch Pressen, sondern durch Auszug: Die Blüten von Hypericum perforatum werden in pflanzliches Öl eingelegt und über Wochen mazeriert. Dabei löst sich der rote Pflanzenfarbstoff Hypericin – deshalb ist gutes Johanniskrautöl tiefrot bis rubinfarben. Diese Farbe ist das verlässlichste Erkennungsmerkmal eines sachgerecht hergestellten Auszugs.

Was für ein Produkt das ist

Wichtig zur Einordnung: Dieses Öl ist ein Produkt zur äußerlichen Anwendung – für Hautpflege und Massage. Es ist kein Speiseöl und gehört nicht in die Küche. Die Variante mit Okrasamen kombiniert den Johanniskrautauszug mit einem zweiten pflanzlichen Bestandteil, bleibt aber ebenfalls ein Produkt für die äußerliche Anwendung.

Worauf Sie achten sollten

Der wichtigste Punkt ist die Lichtempfindlichkeit. Hypericin wirkt photosensibilisierend: Es macht die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Behandelte Hautpartien sollten deshalb nicht direkt danach der Sonne oder einem Solarium ausgesetzt werden. Wer das Öl verwendet, tut das am besten abends, und schützt behandelte Stellen am Folgetag.

Vor der ersten großflächigen Anwendung empfiehlt sich ein Test an einer kleinen Hautstelle. Auf offene Wunden gehört das Öl nicht. Bei bestehenden Hauterkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Kindern sollte die Anwendung vorher ärztlich abgeklärt werden.

Ein Hinweis zur Abgrenzung: Innerlich eingenommene Johanniskraut-Präparate – Kapseln, Tees, Tinkturen – sind etwas anderes als dieses Öl und können Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten haben. Wer solche Präparate erwägt, bespricht das mit Ärztin oder Arzt.

Lagerung

Johanniskrautöl gehört dunkel, kühl und fest verschlossen aufbewahrt – idealerweise in der Braunglasflasche, in der es geliefert wird. Licht und Wärme bauen den Farbstoff ab; verblasst das kräftige Rot deutlich, hat das Öl gelitten. Wie alle Pflanzenöle wird es mit der Zeit ranzig, erkennbar an einem stechend-bitteren Geruch.

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