Muskatnuss ist eines der wenigen Gewürze, bei denen die Dosierung nicht nur eine Frage des Geschmacks ist. In der Küche braucht man ohnehin nur winzige Mengen – und dafür gibt es einen guten Grund.
Aroma und Herkunft
Die Muskatnuss ist der Samenkern eines tropischen Baumes, ursprünglich von den Banda-Inseln. Ihr Aroma ist warm, süßlich-holzig und leicht harzig. Sie war jahrhundertelang eines der teuersten Handelsgüter überhaupt und hat ganze Kolonialkriege mitverursacht.
Worauf Sie achten sollten
Muskatnuss enthält Myristicin. In den Mengen, die in der Küche üblich sind – eine Messerspitze, ein paar Züge über der Reibe – ist das völlig unbedenklich. In deutlich größeren Mengen, etwa ab einer ganzen Nuss, kann Myristicin jedoch Übelkeit, Herzrasen, Benommenheit und Verwirrtheit auslösen. Es gibt dokumentierte Vergiftungsfälle, meist nach absichtlicher Einnahme großer Mengen.
Praktisch heißt das: Muskatnuss ist ein sicheres Küchengewürz, solange man es als Gewürz behandelt. Bewahren Sie es außerhalb der Reichweite von Kindern auf und dosieren Sie im Zweifel weniger – geschmacklich ist ein Zuviel ohnehin unangenehm bitter.
Gemahlene Muskatnuss verliert ihr Aroma schneller als die ganze Nuss. Dunkel, trocken und verschlossen gelagert bleibt sie am längsten frisch; kaufen Sie sie am besten in kleineren Mengen.
In der Küche
Muskat gehört klassisch in Béchamelsauce und damit in Lasagne und Gratins, in Kartoffelpüree, Spinat, Blumenkohl und Kürbisgerichte. In der süßen Küche findet man sie in Weihnachtsgebäck, Milchreis und Eierlikör. Überall gilt dasselbe Prinzip: eine Spur, nicht ein Löffel.
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