Die Pistazie stammt ursprünglich aus Vorderasien und wird in der Türkei vor allem rund um Gaziantep angebaut – dort ist sie als Antep-Pistazie bekannt und Grundlage zahlreicher Süßspeisen. Ihre kräftig grüne Farbe und das feine, leicht harzige Aroma unterscheiden sie deutlich von anderen Nüssen.
Was steckt in Pistazien?
Pistazien liefern rund 560 bis 580 Kalorien pro 100 g. Mit etwa 20 g Eiweiß haben sie den höchsten Proteingehalt unter den gängigen Nüssen. Der Fettanteil liegt bei rund 45 g und besteht überwiegend aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Dazu kommen etwa 10 g Ballaststoffe.
Auffällig ist der Vitamin-B6-Gehalt von etwa 1,7 mg pro 100 g – ein für Nüsse ungewöhnlich hoher Wert. Vitamin B6 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Ebenfalls reichlich vorhanden ist Kalium mit rund 1.000 mg pro 100 g; Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei.
Worauf Sie achten sollten
Pistazien gehören zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen. Wer auf Baumnüsse reagiert, sollte vorsichtig sein – Kreuzreaktionen, insbesondere mit Cashewkernen, kommen vor.
Bei gesalzenen Varianten lohnt ein Blick auf den Salzgehalt. Wer bewusst auf die Natriumzufuhr achtet, greift besser zur ungesalzenen Variante – geschmacklich verliert man dabei weniger, als viele erwarten.
Ein Punkt, der bei Pistazien besonders relevant ist: Wie alle Schalenfrüchte können sie bei feuchter oder zu warmer Lagerung von Schimmelpilzen befallen werden, die Aflatoxine bilden. Pistazien werden in der EU deshalb besonders streng kontrolliert. Achten Sie auf geprüfte Herkunft, verschlossene Verpackungen und trockene, kühle Lagerung. Kerne mit muffigem Geruch, Verfärbungen oder Schimmelspuren gehören konsequent entsorgt.
Auch hier gilt: Die Energiedichte ist hoch. Rund 30 g als tägliche Portion sind ein sinnvolles Maß.
Pistazien in der Küche
Pur als Snack, gehackt über Joghurt und Desserts oder als prägende Zutat in der türkischen Süßwarenkunst: In Baklava, Lokum und Halva ist die Pistazie kaum zu ersetzen. Ihr Grün ist dabei nicht nur Geschmack, sondern auch Teil der Optik.
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