Milchschokolade, weiße Schokolade, Karamell – die Unterschiede zwischen den Sorten gehen weit über den Geschmack hinaus. Sie beginnen bei der Frage, wie viel von der Kakaobohne überhaupt in der Tafel steckt. Ein kurzer Überblick, was die gängigen Sorten ausmacht und worauf beim Kauf und bei der Lagerung zu achten ist.
Die Sorten im Überblick
Milchschokolade enthält nach EU-Vorgaben mindestens 25 Prozent Kakaotrockenmasse, dazu Milchbestandteile und Zucker. Sie schmeckt milder und cremiger als dunkle Schokolade und ist die verbreitetste Sorte.
Weiße Schokolade ist ein Sonderfall: Sie enthält keine Kakaomasse, sondern ausschließlich Kakaobutter – mindestens 20 Prozent –, dazu Milch und Zucker. Deshalb fehlt ihr der typische Kakaogeschmack, und sie ist deutlich süßer als die anderen Sorten.
Karamellschokolade basiert meist auf weißer Schokolade, bei der Zucker und Milchbestandteile karamellisiert werden. Daraus entsteht die goldbraune Farbe und die typische Toffee-Note.
Worauf Sie achten sollten
Schokolade ist ein Genussmittel, und das zeigt sich in den Nährwerten: Je nach Sorte liegen sie bei rund 530 bis 560 Kalorien pro 100 g, der Zuckeranteil bei Milchschokolade bei etwa 50 g, bei weißer Schokolade noch darüber. Kleine Portionen sind hier sinnvoller als die halbe Tafel nebenbei.
Allergiehinweise sind wichtig: Alle Milch- und weißen Schokoladen enthalten Milch. Häufig kommt Lecithin als Emulgator zum Einsatz, das aus Soja stammen kann. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich, wenn Unverträglichkeiten bestehen.
Kakao enthält Theobromin und geringe Mengen Koffein – beides wirkt leicht anregend. Für Hunde und Katzen ist Theobromin giftig; Schokolade sollte deshalb für Haustiere unerreichbar aufbewahrt werden.
Zur Lagerung: Ideal sind 15 bis 18 Grad, trocken und ohne starke Gerüche in der Nähe – Schokolade nimmt Aromen leicht an. Der Kühlschrank ist ungeeignet, weil sich dort durch Feuchtigkeit Zuckerreif bilden kann. Ein weißlicher Belag ist übrigens kein Verderb, sondern Fett- oder Zuckerreif durch Temperaturschwankungen: unschön, aber unbedenklich.
Schokolade in Kombination
Besonders gut kommt Schokolade zur Geltung, wenn sie auf einen Gegenpol trifft – auf die Säure einer Frucht, das Salz einer Nuss oder die Karamellnote einer Dattel. Schokolierte Mandel-Datteln verbinden gleich mehrere dieser Ebenen in einem Bissen.
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