Rosinen sind getrocknete Weintrauben – so einfach die Definition, so verwirrend die Begriffe im Regal. Sultaninen, Korinthen, Rosinen: Dahinter stecken unterschiedliche Traubensorten und Verarbeitungswege, die sich in Farbe, Größe und Geschmack deutlich unterscheiden.
Sultanine, Korinthe, Rosine
Rosine ist der Oberbegriff für alle getrockneten Weintrauben. Sultaninen stammen von der hellen, kernlosen Sultana-Traube und sind goldgelb bis hellbraun. Korinthen sind klein, dunkel und stammen von einer eigenen Rebsorte; sie schmecken kräftiger und leicht säuerlich.
Dunkle Rosinen aus dunklen Trauben werden meist ohne Schwefelung getrocknet – daher ihre tiefbraune bis schwarze Farbe. Sie schmecken intensiver und karamelliger als die hellen Varianten.
Was steckt in Rosinen?
Rosinen liefern rund 300 Kalorien pro 100 g, ganz überwiegend aus natürlichem Fruchtzucker – etwa 60 bis 70 g. Dazu kommen Ballaststoffe und ein bemerkenswerter Kaliumgehalt: Kalium trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei. Ebenfalls enthalten ist Eisen, das zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt.
Worauf Sie achten sollten
Rosinen sind klein, süß und klebrig – eine Kombination, die aus zahnmedizinischer Sicht ungünstig ist. Sie haften lange an den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen. Nach dem Verzehr hilft es, den Mund mit Wasser auszuspülen.
Bei hellen Sultaninen lohnt der Blick auf die Zutatenliste: Sie werden häufig geschwefelt, um die helle Farbe zu erhalten. Sulfite sind ab 10 mg/kg kennzeichnungspflichtig und können bei empfindlichen Personen und Asthmatikern Reaktionen auslösen. Manche Ware wird zudem mit Pflanzenöl behandelt, damit die Rosinen nicht verkleben – auch das steht auf dem Etikett.
Ein Hinweis, der über die Ernährung hinausgeht: Weintrauben und Rosinen sind für Hunde giftig und können schwere Nierenschäden verursachen. Was für Menschen ein harmloser Snack ist, gehört für den Hund konsequent außer Reichweite – auch in Müsli, Gebäck oder Studentenfutter.
In der Küche
In Hefeteig und Stollen, im Müsli, in Reisgerichten und Pilaw, in Chutneys oder als Süße in herzhaften Schmorgerichten. Kurz in warmem Wasser oder Saft eingeweicht werden Rosinen wieder prall und geben ihr Aroma besser ab.
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